Auch die Verbesserungen bei den Erwerbsminderungsrenten weisen in die richtige Richtung. Um das Problem „Armut durch Erwerbsminderung“ in den Griff zu bekommen, braucht es allerdings weiter gehende Maßnahmen. Zum einen müssen die Abschläge bei den Erwerbsminderungsrenten wieder abgeschafft werden. Zum anderen müssen auch diejenigen Erwerbsminderungsrentner, die bereits eine Rente beziehen, in den Genuss der Leistungsverbesserungen kommen. Damit die Bestandsrentner nicht schon wieder leer ausgehen, muss es für sie eine pauschale Leistungsverbesserung geben.

Neben den langfristigen Zielen für das Rentenniveau und den Beitragssatz bleibt die angekündigte „Grundrente“ offen. Hier muss die Bundesregierung schnell ein schlüssiges Konzept vorlegen, damit die „Grundrente“ bald auf den Weg gebracht werden kann. Ein einfacher und zielführender Weg zu einer solchen „Grundrente“ wäre ein Rentenfreibetrag in der Grundsicherung.“
 
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Die Arbeiterwohlfahrt gehört zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege und wird bundesweit von über 335.000 Mitgliedern, 66.000 ehrenamtlich engagierten Helferinnen und Helfern sowie 225.000 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen getragen.
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