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Bundesweiter Aktionstag der Migrationsfachdienste – die AWO ist dabei!

Qualität muss sichergestellt, Personal gestärkt werden!

Berlin, 19. September 2018. Die AWO beteiligt sich am Aktionstag der Migrationsfachdienste, der am 20. September stattfindet. Viele Dienste der AWO haben die Bundestagsabgeordneten ihrer Wahlkreise sowie andere verantwortliche Entscheidungstragende eingeladen, um Einblicke in die wichtige Arbeit der Migrationsfachdienste zu geben. „Immer mehr Menschen kommen auf die Beratungsdienste zu. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Beratung und an die Beratenden. Um unsere fachliche Qualität sichern zu können, benötigen wir eine deutliche Mittelerhöhung in beiden Bundesprogrammen“, erklärt AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker.

Gemeinsam mit den anderen Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege und den Trägerverbänden der Jugendmigrationsdienste nimmt die AWO zum wiederholten Male am bundesweiten Aktionstag der Migrationsfachdienste  - Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderinnen und Zuwanderer und Jugendmigrationsdienste - teil.

Die Beratungsarbeit vor Ort stellt hohe Anforderungen an die Fachlichkeit der Beratenden, die neben der individuellen Beratung auch aktiv im Netzwerk- und Sozialraum mitwirken, Gruppenangebote konzipieren, Elternarbeit machen und die Interkulturelle Öffnung der Regeldienste anregen und begleiten. Verschärfte Gesetze und Vorschriften führen zu intensiveren Beratungsbedarfen, z.B. aufgrund von strukturellen Barrieren im Schul- und Ausbildungssystem, Restriktionen bei der Familienzusammenführung und der Verhinderung von schnellen Arbeitsmarktzugängen. Dazu erschweren noch fehlender Wohnraum und knappe Kinderbetreuungsplätze das Ankommen vieler Einwanderinnen und Einwanderer.

Insgesamt sind die Beratungsintensität und –themen komplexer geworden. In den 189 Standorten der AWO-Migrationsfachdienste arbeiten 427 Beraterinnen und Berater im Rahmen der beiden Bundesprogramme. Für die Bearbeitung der zahlreichen und vielfältigen Aufgaben sind die Migrationsfachdienste auf solide Rahmenbedingungen angewiesen, die sich an den Lebenswelten und Bedarfen der Ratsuchenden orientieren müssen. Ohne zusätzliche Mittel wird dies kaum zu bewältigen sein. Nur so können die Migrationsfachdienste der im Koalitionsvertrag formulierten Herausforderung „teilhabeorientierte Gesellschaftspolitik für alle Menschen“ gerecht werden.
 
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