So ist zum Beispiel derzeit das Angebot an Ausbildungsplätzen hoch, doch davon profitieren längst nicht alle jungen Menschen. Vielen fehlt eine echte Perspektive, so betont Wolfgang Stadler: „Es muss unser Anspruch sein, allen jungen Menschen eine Zukunftsperspektive zu geben. Insbesondere Jugendliche aus sozial schwächeren Haushalten benötigen mehr Chancengerechtigkeit und eine deutlich stärkere Begleitung und Unterstützung.“ Die AWO engagiert sich schon lange in dem Bereich der Ausbildung und Beschäftigung von Jugendlichen. Für Wolfgang Stadler ist klar: „Die Grundlage der Chancengleichheit wird schon in der Kita gelegt. Eine qualitativ gute Kita-Betreuung ist ein wichtiger Grundstein für eine spätere erfolgreiche Schullaufbahn.“

Für die AWO ist die Beteiligung junger Menschen an der Gestaltung und Umsetzung von Politik ein wichtiges Anliegen. Dies fängt an mit dem Ausbau der politischen Beteiligung junger Menschen - beispielsweise durch Absenkung des aktiven Wahlrechts bei allen Wahlen auf 16 Jahre - und geht weiter durch den Ausbau kommunaler Beteiligungsformen junger Menschen durch Sensibilisierung der politischen Ebenen und der politischen Ausschüsse in den Kommunen für das Thema Jugendgerechtigkeit. So erklärt Wolfgang Stadler abschließend: „Das Ziel, jugendgerechte Kommunen aufzubauen muss deutschlandweit zum Gebot der Stunde werden. Eine moderne, zukunftsgewandte und glaubwürdige Politik muss sich daran messen lassen, wie ernst sie die Anliegen und Bedürfnisse ihrer nachwachsenden Generation nimmt. Die AWO steht für Partizipation, Selbstbestimmung und Wertschätzung junger Menschen in ihrer täglichen Arbeit.“

*Der Internationale Tag der Jugend wurde 1999 von den Vereinten Nationen auf den 12. August festgelegt. Er soll insbesondere die Themen Bildung, Gesundheit, Armutsbekämpfung, Drogen und Jugendkriminalität in aller Welt in den Mittelpunkt stellen, die Weltöffentlichkeit auf die Bedürfnisse, Wünsche und Probleme von Jugendlichen aufmerksam machen und die gemeinsame Verständigung und den Austausch fördern.

 

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Die Arbeiterwohlfahrt gehört zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege und wird bundesweit von über 335.000 Mitgliedern, 66.000 ehrenamtlich engagierten Helferinnen und Helfern sowie 225.000 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen getragen.
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