Mit rund 40 Standorten und etwa 1500 Mitarbeiter*innen will auch die AWO Pflege Schleswig-Holstein ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten, denn auch während der täglichen Arbeit in der Pflege entstehen CO₂-Emissionen. Aus diesem Grund startet die AWO Pflege, initiiert vom Bundesverband der AWO in Berlin, auch in Schleswig-Holstein ein landesweites Pionierprojekt mit Workshops zum Thema „Klimafreundlich pflegen“.

Klimaschutz aktiv umsetzen und Verantwortung wahrnehmen

AWO-Landesgeschäftsführer Michael Selck sagt: „Der Klimawandel zeigt uns, dass soziale und ökologische Fragen eng miteinander verwoben sind. Aus dem Wertebekenntnis der AWO Pflege Schleswig-Holstein leitet sich eine entsprechende Verantwortung ab, den Klimaschutz in unseren Pflegeeinrichtungen ernst zu nehmen und aktiv umzusetzen.“

Den Startschuss gab der Auftaktworkshop am Dienstag, 29. Mai 2018, mit 19 Teilnehmer*innen im AWO-Servicehaus Neumünster in der Schillerstraße. An einem ganzen Tag wurden den Teilnehmer*innen anhand von Praxisbeispielen, in Gruppenarbeit und Diskussionen die Möglichkeiten des betrieblichen Klimaschutzes nahegebracht.

CO₂-Emissionen in Pflegeeinrichtungen reduzieren

Uwe Braun, Workshop-Teilnehmer und Unternehmensbereichsleiter der AWO Pflege Schleswig-Holstein, sagt: „Das Ziel ist es, die CO₂-Emissionen zu erfassen, auszuwerten und anschließend geeignete Maßnahmen zu finden, um diese in unseren Pflegeeinrichtungen zu reduzieren. Das Projekt soll dabei helfen, einen systematischen Klimaschutz an den einzelnen Standorten mit Hilfe von Klimaschutzteams zu etablieren.“

Hintergrund

Über einen Zeitraum von drei Jahren unterstützen Referenten des AWO-Bundesverbandes die einzelnen Klimaschutzteams bei der Umsetzung. Neben Neumünster sind die zusätzlichen Projektstandorte das AWO Servicehaus Norderstedt, das AWO Wohn-und Servicezentrum Tornesch und das AWO Servicehaus Sandberg in Flensburg. Für jede Einrichtung wird ein CO₂—Fußabdruck erstellt, welcher gemeinsam mit den Klimaschutzteams in Workshops innerhalb der Einrichtungen ausgewertet wird. Auf dieser Basis wird schließlich ein Klimaschutzplan mit konkreten Maßnahmen zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes in den jeweiligen Einrichtungen aufgestellt. Verantwortlichkeiten und Zeiträume für die Umsetzung sind ebenfalls im Klimaschutzplan geregelt. Zudem werden eine Vernetzung und der Austausch zum Thema Klimaschutz gefördert und Unterstützungsstrukturen aufgebaut. Der Klimaschutzplan wird fortgeschrieben und künftig ein fester Bestandteil der täglichen Arbeit in der Pflege werden. Regionale Netzwerktreffen mit anderen Einrichtungen fördern den Erfahrungsaustausch. Die Workshops vor Ort laufen bis zum Sommer 2019. Für das Jahr 2020 wird die Auswertung erwartet. Der AWO Bundesverband bietet zusätzlich die notwendigen zentralen Strukturen, wie eine eigene Projekthomepage und eine CO₂- Datenbank an, die den Pflegeeinrichtungen ermöglicht, ihre Emissionen individuell auszuwerten.