Nach der Begrüßung der Gäste durch die Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration des Landes Berlin Dilek Kolat, hält der Altkanzler und Heinrich-Albertz-Friedenspreisträger von 2005 Gerhard Schröder die Laudatio auf Martin Schulz. Das langjährige AWO Mitglied Schröder ehrt Schulz u.a. mit den Worten: "Martin Schulz ist ein großer Europäer. Er gehört zu denen, die in der Öffentlichkeit mit ganzer Kraft für das europäische Projekt eintreten. Unbeirrt trotzt er den Anfeindungen, denen sich die Europäische Union und das Europäische Parlament ausgesetzt sehen – und natürlich auch der Parlamentspräsident und der Mensch Martin Schulz. Er ist der Fels in der Brandung, wenn es darum geht, Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Freiheit im europäischen Rahmen zu verteidigen. Er agiert dabei leidenschaftlich, scharfzüngig und selbstbewusst. Bei seinem Antritt als Präsident des Europäischen Parlaments im Jahr 2012 hat Martin Schulz sehr deutlich gemacht, dass er die demokratische Legitimität der politischen Entscheidungen stärken will. Letztlich steht damit die Frage im Raum, wann wir auf europäischer Ebene endlich eine Gleichberechtigung der drei Institutionen Parlament, Kommission und Rat erreichen. Der Anspruch von Martin Schulz ist eine Europäische Union, die demokratisch verfasst ist und dadurch verloren gegangenes Vertrauen wieder zurückerlangt."

Der AWO Präsident Schmidt erklärt abschließend: "Martin Schulz lebt in seinem politischen und persönlichen Einsatz die Werte der AWO: Gerechtigkeit, Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Solidarität. Die Werte, die wir demnächst hier in Berlin in einem Denkmal für unsere Gründerin Marie Juchacz auch "in Stahl gemeißelt" für alle Zeiten öffentlich sichtbar machen werden."

Mit dem Heinrich-Albertz-Friedenspreis ehrt die AWO seit 1999 Persönlichkeiten, die Solidarität und soziale Verantwortung in den Mittelpunkt ihres Lebens stellen und die sich um die Ausgestaltung der Grundwerte Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit und um den inneren und äußeren Frieden in besonderer Weise verdient gemacht haben.

Bisherige Preisträger:

1999: Johannes Rau

2001: Paul Spiegel

2005: Gerhard Schröder

2008: Hans-Jochen Vogel

2011: Jutta Limbach

2013: Egon Bahr

2015: Franz Müntefering

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