Werte der AWO nicht verhandelbar
„Die 100-jährige Geschichte der Arbeiterwohlfahrt ist eng verknüpft mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus“, sagt AWO-Geschäftsführer Michael Selck. „Die unverrückbaren Werte der AWO Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz sind der gemeinsame Maßstab für alle, die sich im Namen der AWO Schleswig-Holstein in der Öffentlichkeit bewegen.“ Die AWO-Geschäftsführung weist darauf hin, dass sie eine „Beendigung des Dienstverhältnisses oder eine Auflösung der Mitgliedschaft anstrebt“, falls Mitarbeiter*innen oder Mitglieder der AWO sich zu rechtsextremen, rassistischen oder menschenverachtenden Äußerungen bekennen oder sich gegen die freiheitlich-demokratische Ordnung der Bundesrepublik und damit gegen die Werte der AWO stellen.

Regionale Beratungsteams gegen Rechtsextremismus klären auf
In den vergangenen Jahren hat nicht nur die Abwertung von Muslimen, Sinti und Roma, Asylsuchenden und homosexuellen Menschen in der Öffentlichkeit zugenommen, sondern gleichzeitig sind auch die Gewalttaten aufgrund rechtsmotivierter und rassistischer Motive massiv angestiegen. Die AfD etabliert sich dabei als Sprachrohr für Menschen, die diese Einstellungen teilen. Auch in Schleswig-Holstein positioniert sich die Partei mit ihren Aussagen „die Ehe ist eine Verbindung zwischen Frau und Mann“, „der Islam gehört nicht zu Deutschland“ und „mehr Kinder statt Masseneinwanderung“ weit am rechten Rand des politischen Spektrums. Wenn AWO-Mitarbeiter*innen oder –Mitglieder, aber auch alle anderen Schleswig-Holsteiner unsicher sind, wie Äußerungen, Aktivitäten oder Vereinigungen einzuschätzen sind, mit denen Sie konfrontiert werden, wenden Sie sich jederzeit gerne an die Mitarbeiter*innen der Regionalen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus (www.beranet-sh.de). Im Auftrag der Bundesregierung engagiert sich die AWO Schleswig-Holstein mit diesen Teams in der Rechtsextremismusprävention und Demokratieförderung.