Soziale und psychologische Angebote ergänzen sich
Integration ist oft ein langer, schwieriger Weg. Traumatische Erlebnisse, migrationsbedingte Belastungen wie soziale Isolierung oder Diskriminierung, eine langfristig ungewisse Zukunft, familiäre Belastungen durch kranke Angehörige oder eigene psychische Krankheiten können Integration für bestimmte Personen schlicht unmöglich machen. „In den Unterkünften erleben wir jetzt, da für alle eine gewisse Routine eingekehrt ist, dass einige Geflüchtete mit diesem psychischen Druck nicht alleine fertig werden“, sagt AWO-Geschäftsführer Michael Selck. „Unser Angebot kommt zum richtigen Zeitpunkt, um den Menschen wieder Energie für Sprachkurse und andere Integrationsangebote zu geben.“

Wartezeit auf Therapieplatz überbrücken
Die AWO-Beratungsstelle in Flensburg bietet Unterstützung und Orientierung. „Sie ist kein Ersatz für eine professionelle traumatherapeutische Behandlung“, sagt Vera Hintz, eine der beiden Projektleiterinnen, „aber sie überbrückt die Wartezeit auf einen Therapieplatz und bietet Gruppen- und Einzeltrainingsangebote zur Erhaltung oder Wiederherstellung psychischer Gesundheit.“ Auch für seelisch belastete Kinder wird es ab Mitte September in Flensburg eine psychosoziale Unterstützung geben. In Kleingruppen können die Kinder lernen, ihre eigenen Gefühle auszudrücken, die eigenen Stärken zu nutzen und ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern. In den kommenden drei Jahren, in denen das Projekt zur Gänze vom Deutschen Hilfswerk finanziert wird, können rund 200 Menschen beraten und unterstützt werden. Die Vernetzung mit weiteren Angeboten der AWO wie Integrations- oder Sprachkurse ist geplant. An dem gleichen Standort in Flensburg werden auch 500 Flüchtlinge von der AWO betreut.

Ansprechpartnerinnen: Vera Hinz, Tel. 0151 54146757, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots gesch├╝tzt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Felicia Elsler, Tel. 0151 54146477, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots gesch├╝tzt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!