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Qualität der Kinderbetreuung bundeseinheitlich regeln Studie zeigt große regionale Unterschiede

Berlin, 06. Juni 2016. Gestern veröffentlichte die Bertelsmanns-Stiftung eine Sonderauswertung des "Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme" zur Situation der Leitungskräfte von Kitas. Im Ergebnis: Zu wenige Kita-Leitungen haben ein Zeitbudget für notwendige Führungsaufgaben. "Die Qualität der Kindertagesbetreuung sicherzustellen, ist die zentrale Herausforderung der nächsten Jahre. Die Kita-Leitung spielt dabei eine zentrale Rolle, denn sie ist zuständig für die pädagogische Qualität ebenso wie für das Personal, das Budget und die Öffentlichkeitsarbeit", erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler. Klar sei, dass die Leitungsaufgaben Zeit erfordern würden. Diese stünde aber laut der Studie häufig nicht oder nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung.

Im Rahmen der Studie habe sich der schon oft bemängelte große regionale Unterschied in Sachen Rahmenbedingungen der Kinderbetreuung wieder deutlich gezeigt. So gibt es Unterschiede zwischen den Bundesländern bei den untersuchten Freistellungen der Leitungskräfte von bis zu 100 Prozent. "Alle Kinder haben ein Recht auf eine gute Betreuung in der Kita. Die Lösung liegt in einer bundeseinheitlichen Regelung zur Kita-Betreuung. Entscheidend ist, dass es gelingt, das Recht des Kindes auf eine angemessene Bildung, Erziehung und Betreuung unabhängig von seinem Wohnort und Herkunft sicherzustellen", betont der AWO Bundesvorsitzende.


Der AWO Forderung nach einem Bundesgesetz zur Kita-Qualität haben sich die Caritas Deutschland (DCV) und die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) bereits im Jahr 2014 angeschlossen. AWO, DCV und Caritas fordern gemeinsam ein Bundesqualitätsgesetz, das u.a. diese Frage verbindlich und einheitlich regelt. In einem Bundesqualitätsgesetz sollten strukturelle Standards für die Kindertagesbetreuung festgelegt werden, die länderübergreifend von öffentlichen und freien Trägern umgesetzt werden müssen. Die Kernpunkte sollten sein: eine bessere Fachkraft-Kind-Relation, ausreichend Vor- und Nachbereitungszeit für pädagogische Fachkräfte, hinreichende Freistellung von Kita-Leitungen für Führungsaufgaben sowie genügend Zeit für Fort- und Weiterbildungen.

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