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Weltklimabericht: AWO fordert schnellen Umstieg auf erneuerbare Energien für eine friedliche und freiheitliche Welt

Berlin, 01.03.2022. Anlässlich der heutigen Veröffentlichung des Weltklimaberichts sowie der erschütternden weltpolitischen Ereignisse der letzten Tage und Wochen fordert die Arbeiterwohlfahrt, dass Deutschland den Umbau zu einer nachhaltigen, klimaneutralen Energieversorgung mit besonderem Tempo vorantreibt. Als Teil einer sozialökologischen Transformation sei dieser Umbau wichtiger Bestandteil für eine freiheitliche und gerechte Zukunft.

Der Bericht betont erneut den dringenden und unmittelbaren Handlungsbedarf für den Klimaschutz, um die wachsenden Bedrohungen der Klimakrise und ihrer Auswirkungen auf unsere Gesellschaften in einem handhabbaren Rahmen zu halten. „Der Umbau hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung, das heißt die schnelle und dauerhafte Abkehr von Öl, Kohle, Gas und Atomstrom, ist nicht nur eine Frage von Verantwortung gegenüber künftigen Generationen. Sie ist auch eine Maßnahme zur Sicherung von Frieden und sozialer Gerechtigkeit. Spätestens mit dem Ukraine-Krieg muss allen klar sein: Energiepolitik ist immer auch Sicherheitspolitik“, kommentiert AWO-Vorstand Brigitte Döcker. Die AWO tritt aktuell diskutierten Forderungen nach einer Verzögerung von Kohle- und Atomausstieg entschieden entgegen. „Die Folgen der Klimakrise drohen die weltpolitische Ordnung in Zukunft weiter zu destabilisieren und damit Millionen Menschen in Leid und Elend zu stürzen. Jetzt von den in Paris vereinbarten Klimazielen abzurücken, wäre eine fatale Fehlentscheidung“, so Döcker weiter.

Vielmehr müsse Deutschland jetzt ein Zeichen setzen und den Umbau zur nachhaltigen Energieversorgung noch konsequenter vorantreiben. Nur so würden in Zukunft eine unabhängige Versorgungssicherheit gewährleistet und die Interessen künftiger Generationen berücksichtigt. Döcker betont in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer fairen Lastenverteilung. „Die vor uns liegende Transformation kann dabei nur gelingen, wenn sie als sozial-ökologische Transformation verstanden und umgesetzt wird. Es ist die Verantwortung unseres Staates, zu gewährleisten, dass Energie versorgungssicher und für alle bezahlbar bleibt. Darauf blicken wir in den nächsten Tagen und Wochen mit großer Sorge. Wir dürfen nicht noch einmal in die Falle tappen und uns von Autokraten und der Volatilität globaler, fossiler Energiemärkte abhängig machen“, fordert Döcker.

Die AWO hat sich zu den Pariser Klimaschutzzielen und den UN Zielen für Nachhaltige Entwicklung bekannt. Sie hat auf der Bundeskonferenz 2021 verbindlich beschlossen, dass ihre Einrichtungen und Dienste vor dem Jahr 2040 klimaneutral werden müssen. Zudem versteht sie es als ihre Aufgabe, die bevorstehende Transformation im Sinne ihrer sozialanwaltschaftlichen Rolle politisch zu begleiten. Das bedeutet, dass auch in Zeiten von Unsicherheit und Wandel die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen gesichert werden muss. In der aktuellen Situation muss zudem stets sichergestellt sein, dass Energie keine Frage des Geldbeutels und die Versorgung von Menschen in Armut und prekären Lebenslagen gewährleistet ist.

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