Mitgliederbutton 28 10 2013 bearbeitet-1

Jugendliche sehen sich vermehrt mit rechten Ideologien konfrontiert

Rund 80 Teilnehmer*innen diskutieren bei Online-Fachtagung „Are the kids all-right?“ - Innenministerin Sütterlin-Waack betont Wichtigkeit der Präventionsarbeit im Land

Kiel. Die Verbreitung von rechtsextremen Ideologien, Demokratiefeindlichkeit und menschenverachtende Einstellungen nehmen nicht zuletzt durch die aktuellen Corona-Proteste in der Gesellschaft immer weiter zu. Auch Jugendliche sehen sich immer mehr mit rechten Akteur*innen konfrontiert. Um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und nicht nur über sie zu reden, haben die Regionalen Beratungsteams der AWO Schleswig-Holstein gemeinsam mit mehreren Kooperationspartner*innen zunächst ein Jugendpanel und anschließend einen zweitägigen Workshop zum Thema „Are the kids all-right? Jugendliche und Rechtsextremismus“ organisiert.

„Bei dem Austausch wurde deutlich, dass Jugendliche sich immer mehr mit rechten Ideologien konfrontiert sehen, ob im Netz oder in ihrem direkten Umfeld. Es gibt ein starkes Bedürfnis hier handlungsfähiger zu werden. Wir wollen im Rahmen der Veranstaltungen Lösungsansätze und Präventionsideen vermitteln“, sagt der Leiter der Regionalen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus beim AWO Landesverband Schleswig-Holstein Torsten Nagel.

Auch Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack betont in ihrem Grußwort die Wichtigkeit der Aufklärung gegen Rechtsextremismus und die Notwendigkeit von frühzeitiger Präventionsarbeit – insbesondere bei Jugendlichen. Autor und Journalist Andreas Speit, die Professorin für Erziehung und Bildung Melanie Groß von der FH Kiel und der Autor und Psychologe Tom David Uhlig waren nur einige der Expert*innen, die den zweitägigen Workshop am Montag und Dienstag und das vorgeschaltete Jugendpanel – ein gemeinsam mit Jugendlichen organisierter Austausch in der JugendAkademie in Präsenz in Bad Segeberg am 5. Dezember – begleiteten.

Für die AWO Schleswig-Holstein steht fest: „Gesellschaft und Politik müssen wachsam bleiben bei der Entwicklung von rechtsradikalen Strömungen. Das gilt auch für Schleswig-Holstein. Wir müssen denen, die von Menschenfeindlichkeit betroffen sind, eine Stimme geben und das gemeinsame Engagement gegen Hass, Ausgrenzung, Antisemitismus und Rassismus verstärken und uns für eine effektive und frühe Prävention in der Jugendarbeit einsetzen“, betont der Vorstandsvorsitzende der AWO Schleswig-Holstein Michael Selck.

Im Mittelpunkt der Workshops standen unter anderem Themen wie der Extremismus-Begriff, Grenzen und Chancen der Jugendarbeit, Antisemitismus, Rechts-Rap oder das Wirken der Neuen Rechten im Netz. Das Ziel der Veranstaltung und des Jugendpanel war es, Lösungsansätze und Ideen für eine Rechtsextremismus-Prävention bei Jugendlichen zu geben sowie Pädagog*innen und Erzieher*innen für diese Aufgaben zu sensibilisieren.

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an:

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