Mitgliederbutton 28 10 2013 bearbeitet-1

AWO SH begrüßt Vorstoß zur Aufnahme von Geflüchteten aus Afghanistan in Schleswig-Holstein und sichert Unterstützung bei der Ankunft zu

Kiel. Das Tempo der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hat Deutschland  unverständlicherweise völlig unvorbereitet getroffen. Jetzt ist das Leben von Ortskräften, Menschenrechtler*innen, Aktivist*innen, Journalist*innen und vielen weiteren Menschen vor Ort stark gefährdet.

Zudem wird erneut eine massive Einschränkung der Frauenrechte erwartet und damit eine lebensbedrohliche Situation für Frauen und Mädchen in Afghanistan. Die Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein fordert daher eine schnelle und unbürokratische Hilfe für alle gefährdeten Menschen aus Afghanistan. „Deutschland war 20 Jahre lang in Afghanistan im Einsatz und trägt daher eine besondere Verantwortung beim Schutz der betroffenen Menschen. Wir begrüßen den Vorstoß zur Aufnahme von Geflüchteten aus Afghanistan in Schleswig-Holstein und unterstützen die Forderung nach einer Luftbrücke. Den Menschen vor Ort muss jetzt schnell und unbürokratisch geholfen werden. Die Migrationsberatungen und IntergrationsCenter der AWO Schleswig-Holstein sind auf die Unterstützung der Menschen vorbereitet und die Aufnahmebereitschaft der Kommunen in unserem Bundesland ist sichtlich groß“, sagt der AWO Vorstandsvorsitzende Michael Selck.

Es ist zu erwarten, dass die Entwicklungen in Afghanistan langanhaltende Fluchtbewegungen hervorrufen werden, daher betont Michael Selck zusätzlich: „Wir dürfen jetzt nicht nur kurzfristig denken. Schleswig-Holstein muss Programme ins Leben rufen, die einen dauerhaften Aufenthalt der langfristig gefährdeten Menschen ermöglichen. Dafür müssen jetzt Taten folgen.“

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