Mitgliederbutton 28 10 2013 bearbeitet-1

„Ein trauriger Tag für die Pflege“

AWO Schleswig-Holstein kritisiert Ablehnung des Branchentarifvertrags für die Pflege— Gute Arbeitsbedingungen sind das beste Mittel gegen Fachkräftemangel

 

Kiel. Ein Tarifvertrag, der gute Arbeitsbedingungen, angemessene Vergütung und höhere Personalschlüssel regelt, ist aus Sicht der AWO Schleswig-Holstein das beste Mittel gegen Fachkräftemangel in der Pflege. Am Donnerstag ist es leider zum Scheitern einer einheitlichen Branchentarif-Regelung auf Bundesebene gekommen.

Der Vorstandsvorsitzende der AWO Schleswig-Holstein, Michael Selck, kritisiert diese Entscheidung: „Die Einigung auf den Branchentarifvertrag für die Pflege wäre eine Chance gewesen, die Arbeitsbedingungen für alle Pflegekräfte zu verbessern. Die Corona-Pandemie hat uns allen den Fachkräftemangel in der Pflege teils schmerzlich vor Augen geführt. Außerdem wird der Bedarf an Pflegekräften in den kommenden Jahren weiter ansteigen, da der Anteil der älteren Menschen in der Gesellschaft immer größer wird. Daher bleibt unsere Forderung bestehen: Altenpflegekräfte müssen endlich besser bezahlt und ein fairer Wettbewerb, der nicht über die Löhne geführt wird, muss etabliert werden. Hier liegt die gesellschaftliche Verantwortung von uns allen. “

Bundesweit haben etwa nur ein Fünftel der insgesamt knapp 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege tariflich-geregelte Arbeitsbedingungen. Die AWO Pflege Schleswig-Holstein zählt zu den wenigen tarifgebundenen Betreibern in der Branche, deren Tarifeinigung von dieser jüngsten bundesweiten Entwicklung unberührt bleibt. „Wir bieten faire, tarifliche Arbeitsbedingungen wie 30 Tage Urlaub, festgelegte Gehaltserhöhungen, Weihnachtsgeld und Zusatzrente. Zudem gibt es variable Arbeitszeitmodelle, eine betriebliche Gesundheitsförderung und die betriebliche Mitbestimmung auf Augenhöhe durch den Betriebsrat. Aus unserer Sicht können wir nur mit einheitlichen Tarifverträgen in der Branche die Attraktivität des Pflegeberufes insgesamt steigern und die notwendige Anerkennung der Arbeit der Kolleg*innen leisten, die ansonsten oft den Beruf wegen zu hoher Belastung oder geringer Bezahlung wieder aufgeben“, betont auch der Finanzvorstand der AWO Schleswig-Holstein und Geschäftsführer der AWO Pflege Schleswig-Holstein, Dr. Bernd Schubert.

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