Mitgliederbutton 28 10 2013 bearbeitet-1

Solidarität muss praktisch werden: AWO fordert eine menschenwürdige Unterbringung für Geflüchtete!

Berlin, den 07.05.2020. Der Zustand in Moria auf der Insel Lesbos und in den anderen Lagern ist desaströs und verschlechtert sich von Tag zu Tag. Wo es an allem fehlt, um die grundlegendsten Bedarfe zu erfüllen, ist an Vorkehrungen für das Einhalten von Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen zur Vermeidung einer Infektion an Covid-19 gar nicht zu denken.

Brigitte Döcker vom Vorstand des AWO Bundesverbandes erklärt dazu: „Diese Menschen sind geflohen, um Schutz zu finden. Es kann nicht sein, dass sie jetzt in den Lagern um ihr Leben fürchten müssen. Die Unterbringung von Schutzsuchenden muss nach den gebotenen Hygieneund Sicherheitsvorkehrungen erfolgen.“

Die AWO begrüßt die stückweise Evakuierung des Lagers Moria und die Aufnahme von geflüchteten Kindern. Nach Ansicht des Verbandes reicht das jedoch lange nicht aus. Brigitte Döcker: „Eine Aufnahme von 50 Minderjährigen ist ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Gerade diese überaus vulnerable Gruppe muss umgehend aus den dortigen Umständen gerettet werden. Die deutsche Kinder- und Jugendhilfe hat ihre Hilfsbereitschaft bereits artikuliert und sollte in diesem Vorhaben unbedingt unterstützt und nicht blockiert werden!“ Die Arbeiterwohlfahrt hatte bereits im März in einem offenen Brief an die zuständigen Minister*innen, gemeinsam mit 41 Menschen- und Kinderrechtsorganisationen, die Wahrung der Kinderrechte im Rahmen der europäischen Asylpolitik gefordert.

Es braucht darüber hinaus eine grundsätzliche Auflösung der sogenannten Hotspots und die flächendeckende, menschenwürdige Unterbringung aller Flüchtlinge! Brigitte Döcker: „Die europäische Flüchtlingspolitik muss auf der Achtung der Menschenrechte und des völkerrechtlich garantierten Flüchtlingsschutzes beruhen. Die Grundlage dafür ist eine vollständige Herstellung eines Konsenses über gemeinsame Ziele und eine faire Verantwortungsteilung. Wir müssen nun
Verantwortung übernehmen und Solidarität nicht nur auf dem Papier beschwören!“

Die Arbeiterwohlfahrt hat gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen aus Frankreich, Italien, Polen und Deutschland in dem Berliner Aktionsplan (https://www.awo.org/awounterstuetzt-berliner-aktionsplan-fuer-eine-neue-europaeische-asylpolitik-0) sowie mit dem Appell im Vorfeld der deutschen EU-Ratspräsidentschaft (https://www.awo.org/keine-europaeischeasylrechtsreform-auf-kosten-der-menschenrechte-und-der-grenzstaaten) die Grundpfeiler einer
solidarischen Asylpolitik dargelegt.

 

 


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