Mitgliederbutton 28 10 2013 bearbeitet-1

Ergebnisse des Projekts QUALITÄT³ in den AWO Kitas werden in Kiel präsentiert —
15 AWO Kitas aus Schleswig-Holstein als Demokratie-Kita zertifiziert

Kiel. Kinder verdienen Qualität – besonders in der Kita. Um langfristig für eine hohe Qualität in allen AWO Kitas zu sorgen, hat der Unternehmensbereich Kindertagesbetreuung der AWO Schleswig-Holstein gemeinsam mit dem Bildungscampus im Rahmen des Projektes „QUALITÄT³: Führung – Gesundheit – Teilhabe“ ein Qualitätsmanagementsystem auf der Basis von EFQM (European Foundation for Quality Management) entwickelt. Der Startschuss fiel im Herbst 2016. In den vergangenen drei Jahren widmete sich das Projekt der zukunftssicheren Gestaltung von Personal- und Organisationsentwicklung in Kindertageseinrichtungen. Neben der passgenauen Etablierung eines Qualitätsmanagementsystems sowie gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen wurden verschiedenste Konzepte für eine hohe Kita-Qualität entwickelt. Die integrative Leistung des Projektes liegt im Zusammenhang von hochqualitativer Arbeit und individueller Gesundheit. Im Fokus steht die Partizipation von Kindern, Eltern und Mitarbeiter*innen.

Zertifizierung klein
v.li. Frau Prof. Dr. Raingard Knauer vom Institut für Partizipation und Bildung,
QUALITÄT³-Projektleiterin Maria Kölpien, Wiebke Azizi von der Kita TöDoLi aus Tökendorf, Sozialminister Dr. Heiner Garg, AWO-Landesgeschäftsführer Michael Selck und die Leiterin der Kindertagesbetreuung der AWO Gesa Kitschke bei der Übergabe der Zertifikate.



12 Meilensteine gesetzt und erreicht

Zum Abschluss des Projekts wurden die Ergebnisse am Donnerstag im Haus des Sports in Kiel auf einer Transfertagung vorgestellt und 15 AWO Kitas als Demokratie-Kita zertifiziert. „Mit dem Start des Projekts QUALITÄT³ haben wir als AWO Schleswig-Holstein das Thema Kita-Qualität in unseren Einrichtungen in den Mittelpunkt gestellt. Nach drei Jahren fällt unser Fazit durchweg positiv aus: Wir haben die ohnehin hohen Qualitätsstandards in unseren Kitas noch weiter verbessert“, sagt AWO Landesgeschäftsführer Michael Selck.

Anhand von zwölf Meilensteinen, die gemeinsam in verschiedenen Workshops mit Kolleginnen und Kollegen ausgestaltet wurden, konnte das Ziel erreicht werden. Dazu zählten beispielsweise Mitarbeiter- und Kundenbefragungen zur Qualität, die Entwicklung von Instrumenten für den Arbeitsalltag und die Erprobung dieser durch Multiplikator*innen für elf Modell-Kitas und Führungskräftetrainings zum Thema „Gesunde Führung“. „Heute stehe ich hier vor Ihnen und kann Ihnen sagen: Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, haben alle zwölf Meilensteine erfolgreich und voll umfänglich umgesetzt“, sagt AWO Landesgeschäftsführer Michael Selck.

Was sich in den AWO Kitas verändert hat

Wie solche Veränderungsprozesse möglich sind, erklärt Petra Hunold von KITARC – Kita Coaching & Consulting in ihrem Vortrag: „Frieden schließen mit einer Realität, die wir nicht ändern können, schafft Raum für Veränderungen!“ Und verändert hat sich in den AWO Kitas viel. Heute steht in jeder AWO Kita ein Ordner-System, digital nutzbar. Die Handbücher umfassen die vier Themen Qualität, Organisation, Arbeitssicherheit und Notfallmanagement und haben zusammen weit über 1.000 Seiten mit einem innovativen, nutzerfreundlichen Aufbau. Das ist die Basis für die tägliche Arbeit in den Kitas. „Qualität wird so gleichermaßen als Qualitätssicherung, und als Entwicklungsprozess verstanden und wird zu einem verbindenden Element für alle Kindertageseinrichtungen der AWO Schleswig-Holstein“, sagt die Qualität³-Projektleiterin Maria Kölpien.

Ein großes Ziel war dabei das Thema Partizipation von der Ebene der Beteiligung der Kinder und Eltern auf praktikable, alltagstaubgliche Art und Weise auch auf alle rund 800 Kolleg*innen zu übertragen. Schon vor dem Projekt wurde Partizipation auf der Ebene der Kinder und Eltern in den Kitas voll umfänglich und sehr gelungen gelebt. Jede einzelne Einrichtung funktionierte bereits als Gesellschaft, in der gleichberechtigte, demokratischer Strukturen bestanden. Das ist nach wie vor einzigartig in ganz Deutschland.


15 AWO Kitas werden als Demokratie-Kita zertifiziert

Durch das Projekt QUALITÄT³ wurde ein Beitrag zur Verstetigung der Partizipationsprozesse geleistet: Die Zertifizierung von 15 AWO Kitas zur Demokratie-Kitas durch Sozialminister Dr. Heiner Garg, AWO Landesgeschäftsführer Michael Selck, Prof. Dr. Raingard Knauer vom Institut für Partizipation und Bildung und Gesa Kitschke, Unternehmensbereichsleiterin der AWO Kindertagesstätten, stellte den Höhepunkt am Nachmittag dar.

„Partizipation von Kindern wird in den Demokratie-Kitas der AWO gelebt und umgesetzt. Das ist genau richtig, denn partizipativ verstandener Kinderschutz macht die Kinder stärker und selbstbewusster, Gefahren selbst zu erkennen und sich diesen aktiv zu widersetzen. Seit längerer Zeit setze ich mich für die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz ein und freue mich daher über das positive einstimmige Votum auf der diesjährigen Jugend- und Familienministerkonferenz“, sagt Schleswig-Holsteins Sozialminister Heiner Garg.

15 AWO Kitas werden als Demokratie-Kita zertifiziert

Zertifiziert wurden der AWO Bewegungskindergarten + Hort Stoppelhopser aus Elmshorn, die AWO Kita Zwergenvilla aus Quickborn, die AWO Kita Hi-Ha-Hermann aus Elmshorn, die AWO Kita Traumland aus Pinneberg, die AWO Kita Die kleinen Strolche aus Norderstedt, das AWO Familienzentrum Meldorf, die AWO Kita Die Wilde 13 aus Ratzeburg, der AWO Strandkindergarten Scharbeutz, das AWO Kinderhaus Bad Malente, die AWO Kita Drachennest II aus Lübeck, die AWO Kita & das Familienzentrum Drachennest III aus Lübeck, die AWO Kita Storchennest, die AWO Kita „Die kleinen Flintsteine“ aus Flintbek, die AWO Kita Schacht-Audorf, die AWO Kita TöDoLi aus Dobersdorf und die AWO Krippe Smaland aus Neumünster.

Gefördert wird das Projekt QUALITÄT³ im Zeitraum vom 01. September 2016 bis zum 31. August 2019 im Programm „rückenwind – Für die Beschäftigten und Unternehmen in der Sozialwirtschaft“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfond. Die Zuwendung umfasst etwa 344.000 Euro. Für ausführliche Projektinformationen können Sie sich gerne an das Projektteam wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel. 04342 88 60 83.

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