Mitgliederbutton 28 10 2013 bearbeitet-1

AWO Drogenhilfe Lübeck zum Bericht der Bürgerinitiative Krähenteich

Lübeck. In der vorletzten Woche veröffentlichte die Bürgerinitiative Krähenteich eine Dokumentation, die ihre Sicht zur aktuellen Lage am Krähenteich darlegt. „Wir wissen von den Sorgen der Anwohner*innen und nehmen diese auch Ernst. Der Bericht der Bürgerinitiative enthält aber zum Teil Aussagen, die wir aus fachlicher Sicht nicht unterstützen können. Leider hat die Bürgerinitiative im Vorfeld keinen Kontakt zu uns aufgenommen“, sagt Karin Mechnich, Leiterin der AWO Drogenhilfe in Lübeck.

Richtig ist, dass seit Beginn des Frühjahrs über den Tag verteilt etwa 20 Personen auf dem Platz anzutreffen sind. Viele kommen auch mehrmals am Tag an den Platz zurück und befinden sich zwischendurch entweder im Kontaktladen oder nicht mehr auf dem Platz. Darunter sind auch Menschen mit Migrationshintergrund. Woher die Zahlen der Bürgerinitiative hierzu kommen, ist der AWO Drogenhilfe nicht bekannt. „Aus unserer Sicht hat der Abbau des Toilettenhäuschens dazu geführt, dass die Stimmung am Platz entspannter ist, die Zahl der Klienten vor Ort sich verringert hat und es Zeiten gibt, in denen Ruhe vor Ort einkehrt“, sagt Karin Mechnich.

Dass die Streetworker den Platz in stark frequentierten Zeiten meiden würden, ist nicht korrekt. Sie sind zu vereinbarten Zeiten in den vereinbarten Regionen unterwegs. Seit März wurde eine zusätzliche Stelle besetzt, sodass die Streetworker Montag bis Freitag an den Vor- und Nachmittagen auf den entsprechenden Routen unterwegs sind. Die Frage, wo Streetwork stattfindet, bestimmt hierbei weder die AWO noch der einzelne Streetworker. Sie hängt einerseits davon ab, wo Menschen mit entsprechender Problematik anzutreffen sind, und andererseits davon, welchen Auftrag die Hansestadt Lübeck der AWO gibt.

Die AWO Drogenhilfe steht dafür ein, dass auch Menschen mit einer Drogenabhängigkeitserkrankung Bürger der Hansestadt Lübeck sind und erfüllt einen Auftrag mit dem Ziel, Lübecker Bürgern die Inklusion in die Gesellschaft zu eröffnen. Ein weiteres Ziel ist es den Anwohnern und allen Anfragenden Informationen zum Thema Abhängigkeit und deren Hintergründe zukommen zu lassen und somit ein Verständnis für die Suchterkrankung herzustellen. „Die AWO agiert in enger Abstimmung mit der Hansestadt Lübeck und allen anderen Beteiligten. Unser Auftrag der Straßensozialarbeit ist ein sozialpädagogischer, der die Inklusion von Randgruppen, sowie die niedrigschwellige Unterstützung von Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung im Sinne von „harm –reduction“ zur Grundlage hat“, sagt Karin Mechnich.

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