Mitgliederbutton 28 10 2013 bearbeitet-1

„Nur Transparenz schafft Gewaltfreiheit“

Kiel. Im schleswig-holsteinischen Landtag wird in dieser Woche der Tätigkeitsbericht der Beschwerdestelle für Kinder- und Jugendliche in Schleswig-Holstein behandelt. Die Einrichtung einer Beschwerdestelle im Jahr 2016 sollte Kindern und Jugendlichen zukünftig die Möglichkeit bieten, auf Missstände aufmerksam zu machen und sich gegen willkürliche Entscheidungen zur Wehr zu setzen. Die AWO Schleswig-Holstein begrüßt und unterstützt die Beschwerdestelle für Kinder und Jugendliche und deren aktive Partizipation.

Belange der Kinder und Jugendlichen müssen stärker im Fokus stehen
Der erste Tätigkeitsbericht aus dem vergangenen Dezember unterstreicht aus Sicht der AWO, die Notwendigkeit der Beschwerdestelle für Kinder und Jugendliche in Schleswig-Holstein. „Die Beschwerdestelle für Kinder und Jugendliche schafft Transparenz und nur Transparenz schafft Gewaltfreiheit. Wir brauchen beides bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Deshalb schätzen wir die Arbeit von Frau Samiah El Samadoni und Ihrem Team für die Kinder- und Jugendhilfe im Land sehr“, sagt AWO-Landesgeschäftsführer Michael Selck. Die AWO begrüßt die damit einhergehende Sensibilisierung der Heimaufsicht und freut sich über die gute Zusammenarbeit zwischen Land, Heimaufsicht und Trägern.

Der Bericht weist aber auch darauf hin, dass an einigen Stellen noch stärker auf die Belange der Kinder und Jugendlichen Rücksicht genommen werden muss. „Es wird deutlich, dass Kinder und Jugendliche nach Möglichkeit in der Nähe ihres Wohnortes untergebracht werden sollten. Das ist nicht immer der Fall. Außerdem müssen die Jugendämter die Einrichtungen wesentlich häufiger besuchen als heute üblich. Denkt man zudem an gerechte Bildungschancen, ist es absurd, dass die Schulpflicht nicht für die Heimkinder in Schleswig-Holstein gilt, die aus einem anderen Bundesland kommen“, sagt der AWO Landesvorsitzende Wolfgang Baasch.

Demokratie und Partizipation fest im Konzept der AWO verankert
In 65 Einrichtungen in 17 Städte und Gemeinden versorgen 530 Kolleginnen und Kollegen der Kinder- und Jugendhilfe der AWO Schleswig-Holstein Kinder in Not, Familien in schwierigen Lebenssituationen, alleinerziehende Mütter oder Väter und Kinder und Jugendliche ohne ein Zuhause. Die Partizipation der Kinder und Jugendlichen steht dabei immer im Fokus. „Demokratie in der Heimerziehung ist in unserem Konzept fest verankert. Die jungen Menschen in unseren Einrichtungen bestimmen über ihre Angelegenheiten mit. Wir gehen den Weg der konsequenten Gewaltfreiheit und setzen uns in intensiven Schulungen der Kolleg*innen für einen gewaltfreien Umgang mit Kindern und Jugendlichen ein. Die Beschwerdestelle entspricht unserem Anspruch der aktiven Teilhabe von Kindern und Jugendlichen“, sagt Dirk Behrens, Leiter der AWO Kinder- und Jugendhilfe.

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