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FAIRWORK-Kampagne der AWO Pflege Schleswig-Holstein macht ersten Platz beim Altenpflegepreis in Kiel

Jury lobt Einsatz von „Markenbotschafter*innen“ - Kampagne sorgt für mehr als 250 neue Kolleginnen und Kollegen bei der AWO Pflege

Kiel, 7. Dezember 2018. Aus Vorurteilen in der Pflege, Vorteile machen: Mit der FAIRWORK-Kampagne hat die AWO Pflege Schleswig-Holstein am Freitag den 1. Platz beim Altenpflegepreis belegt. Das Land Schleswig-Holstein verleiht jedes Jahr in Kooperation mit dem Landespflegeausschuss den Schleswig-Holsteinischen Altenpflegepreis, den Sozialminister Dr. Heiner Garg im Landeshaus übergeben hat. Der erste Preis ist mit 3000 Euro dotiert.

Altenpflege ist besser als ihr Ruf

Mit der Auszeichnung wird die AWO Pflege Kampagne „FAIRWORK“ gewürdigt. Sie zeigt auf großen und kleinen Plakaten sowie in Videos und auf der Homepage Statements von AWO-Pflegekräften, die potenziellen Job-Interessenten Lust auf mehr machen sollen. „Die Altenpflege ist besser als ihr Ruf. Mit der Kampagne FAIRWORK möchte die AWO Pflege das Image des Pflegeberufs insgesamt verbessern und Menschen wieder für den Beruf begeistern, aber auch auf ihre eigenen Vorzüge als Arbeitgeber hinweisen. Durch diese Auszeichnung werden die Ziele unserer Kampagne gewürdigt, daher freuen wir uns sehr über den ersten Platz“, sagt AWO Landesgeschäftsführer Michael Selck.

Aus Vorurteilen werden Vorteile

Diesen Einsatz der Kolleginnen und Kollegen aus der Pflege als „Markenbotschafter*innen“ lobte die Jury des Altenpflegepreises besonders. In der Begründung der Jury heißt es: Mit dieser Auszeichnung wird gewürdigt, dass die AWO Schleswig-Holstein auf besondere Art und Weise Menschen von dem Berufsfeld Pflege begeistern möchte und damit einen großen Beitrag für die Attraktivitätssteigerung der Arbeit in der Pflege leistet. Dies geschieht, indem den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Stimme verliehen wird, um aus vermeintlichen Vorurteilen Vorteile werden zu lassen. Unter dem erarbeiteten Label FAIRWORK wurden vielfältige und aufeinander abgestimmte Aktionen und Veranstaltungen wie z.B. Filmsequenzen, Plakataktionen, Flyer, Infobriefe usw. entwickelt und einer breiten Öffentlichkeit auf kreative Weise näher gebracht. Dabei tritt das eigene Personal als „Markenbotschafter*in“ auf und räumt mit verbreiteten Vorurteilen auf. Gleichzeitig werden die Rahmenbedingungen der Arbeit bei der AWO Schleswig-Holstein aufgezeigt und das Berufsbild Pflege ins rechte Licht gerückt. „Das ist eine tolle Anerkennung für die Arbeit der Pflegekräfte der AWO und ein wichtiges Zeichen für die Zukunft: Der Pflegeberuf ist attraktiv, wenn für vernünftige und gute Rahmenbedingungen gesorgt wird“, sagt der AWO Landesvorsitzende Wolfgang Baasch.

AWO Markenbotschafter

Abou Thio (li.) und Patrick Galuska, zwei der Markenbotschafter der AWO Pflege Schleswig-Holstein, präsentieren den Altenpflegepreis 2018

Kampagne geht im Jahr 2019 auch digital weiter

Die Bemühungen der AWO zeigen große Wirkung: das gesetzte Ziel im Rahmen der Aktion, 150 neue Mitarbeiter*innen und Auszubildende zu gewinnen, konnte weit übertroffen werden. Mittlerweile sind es bereits über 250 neue Kolleg*innen. Die Kampagne wird daher im Jahr 2019 fortgesetzt und zusätzlich um ein digitales Projekt ergänzt.

„Engagierte Pflegekräfte leisten täglich wertvolle Hilfe für viele pflegebedürftige Menschen in Schleswig-Holstein. Ihnen gilt mein herzlicher Dank, höchste Anerkennung und Respekt! Die eingereichten Projekte zeigen, wie engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Pflege voranbringen und dabei Vorbild für andere sind“, betont Sozialminister Dr. Heiner Garg. Es sei Aufgabe aller Beteiligten, die Arbeitsbedingungen so zu verbessern, dass immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit trotz der Anstrengungen als sinnstiftend und als die Teamleistung erleben, die sie ist.

Sieger FairWork Awo

Die Gewinner der AWO Pflege Schleswig-Holstein mit Sozialminister Dr. Heiner Garg. (v. li.) Birgit E. Walkenhorst, Peter Schilling, Michael Selck, Angela Forray-Freudenberg, Dr. Heiner Garg, Lars Tosch, Anke Buhl, Julia Mönkehaus und Wolfgang Baasch

Befragung unterstreicht große Zufriedenheit

Die jährliche Befragung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO Pflege Schleswig-Holstein zeigt, dass der Pflegeberuf zu großer Zufriedenheit der Beschäftigten führt: Insgesamt 80 Prozent haben eine überdurchschnittliche Freude bei ihrer Arbeit, 84 Prozent gehen einer aus ihrer Sicht sehr interessanten Arbeit nach. Gut 82 Prozent fühlen sich bei der AWO in schwierigen Situationen gut bis sehr gut unterstützt und 83 Prozent sind zufrieden oder sehr zufrieden mit ihren Arbeitszeiten. „Wir bieten faire, tarifliche Arbeitsbedingungen wie 30 Tage Urlaub, festgelegte Gehaltserhöhungen, Weihnachtsgeld, Zusatzrente“, sagt Uwe Braun, Leiter des Unternehmensbereichs Pflege. „Wir wissen, dass Mitarbeiter*innen flexibel sein müssen und gehen nach Möglichkeit auf die individuelle Situation unserer Beschäftigten ein“, sagt Braun. So gibt es variable Arbeitszeitmodelle, eine betriebliche Gesundheitsförderung und auch die betriebliche Mitbestimmung auf Augenhöhe ist durch den Betriebsrat gesichert.

Das Engagement für die Pflege geht über die AWO Pflege hinaus. „Wir setzen uns auf politischer Ebene seit Jahren für den verbindlichen Tarifvertrag Soziales beziehungsweise für einen Branchentarifvertrag Pflege sowie für eine zukunftsfähige, solidarische Pflegeversicherung in Form der Bürgerversicherung ein“, sagt AWO Landesgeschäftsführer Michael Selck. Neben der FAIRWORK-Kampagne wurde noch ein weiteres AWO-Projekt für den Altenpflegepreis 2018 nominiert.

Weitere Nominierung für Film über Kriegstraumata

Erinnerungen an eine traumatische Flucht, Bombennächte im Bunker oder die Angst vor russischen Soldaten: In dem Film „Nach dem letzten Schuss ist der Krieg noch lange nicht vorbei“ der Kieler Filmemacher Kay Gerdes und Jess Hansen erzählen Mieterinnen und Mieter des AWO-Servicehauses in Kiel-Mettenhof von ihren Kindheitserinnerungen an den Zweiten Weltkrieg und die unmittelbare und schwere Zeit danach. Für die Dokumentation begleiteten die Filmemacher über zwei Jahre lang einen Gesprächskreis im AWO-Servicehaus in Kiel-Mettenhof unter der Leitung von Psychotherapeutin Dr. Helga Spranger, in dem ein intensiver Austausch über die Kindheitserinnerungen an den Krieg im Fokus standen.

Hintergrund

Die AWO Pflege ist ein Unternehmensbereich der AWO Schleswig-Holstein gGmbH. Rund 1.500 Mitarbeiter*innen pflegen, beraten und begleiten alte und pflegebedürftige Menschen an mehr als 40 Standorten in Schleswig-Holstein: in ambulanten Pflegediensten, Servicehäusern und Hausgemeinschaften, in Einrichtungen der WOHNpflege, mit Angeboten zur Urlaubs-, Tages- und Kurzzeitpflege und dem Sozialruf. Sie helfen bei den alltäglichen Verrichtungen, unterstützen, wenn Fähigkeiten eingeschränkt sind, und sorgen für Selbständigkeit, wo das Leben durch Krankheit und Alter beeinträchtigt ist. Gemeinsam mit mehr rund 16.500 AWO-Mitgliedern in Schleswig-Holstein engagieren sie sich für eine sozial gerechte Gesellschaft.

Ansprechpartner: Uwe Braun, Telefon. 0431 51 14 555, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots gesch√ľtzt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Weitere Informationen zu der FAIRWORK-Kampagne finden Sie unter https://www.awo-pflege-sh.de/fairwork/

 

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